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Neugeborenes: 7 Tipps für Schlafen, Trinken und einen guten Tagesrhythmus

Essen, Wachsein, Schlafen – wie ihr euren eigenen Rhythmus mit Baby findet


Die ersten Wochen mit einem Baby sind etwas ganz Besonderes. Plötzlich ist da dieser kleine Mensch, den ihr gerade erst kennenlernt – und mit ihm kommen neben ganz viel Liebe oft auch ganz viele Fragen.

Hat mein Baby genug getrunken? Warum schläft es heute so viel und morgen kaum? Ist es schon wieder müde? Mache ich etwas falsch, wenn bei uns jeder Tag anders aussieht?



Das Wichtigste zuerst: Ihr braucht in den ersten Wochen keinen perfekten Tagesablauf.

Euer Baby muss noch nicht nach der Uhr funktionieren – und ihr auch nicht. Viel wichtiger ist, dass ihr euch Zeit gebt, einander kennenzulernen. Nach und nach werdet ihr die kleinen Zeichen eures Babys immer besser verstehen.


Eine ganz einfache Orientierung kann dabei helfen:

Trinken → ein bisschen wach sein → schlafen → und wieder von vorne.


Nicht als fester Plan, sondern als sanfter Rhythmus, der sich immer wieder verändern darf.

Gerade in meinem Neugeborenenkurs bei Zuerichbabies beschäftigen wir uns mit diesen ersten Wochen und damit, wie ihr die Signale und Bedürfnisse eures Babys immer besser verstehen könnt.


Trinken – Nähe, Geborgenheit und satt werden

Gerade am Anfang bestimmt das Trinken einen grossen Teil des Tages. Viele Neugeborene möchten etwa alle zwei bis drei Stunden trinken, manche häufiger – und manchmal fühlt es sich an, als wäre die letzte Mahlzeit gerade erst vorbei.

Versucht dabei, weniger auf die Uhr und mehr auf euer Baby zu schauen.

Vielleicht beginnt es zu schmatzen, dreht den Kopf suchend zur Seite, öffnet den Mund oder nimmt die Hände zum Mund. Mit der Zeit werdet ihr diese kleinen Hungerzeichen immer schneller erkennen.

Und auch das Trinken ist viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Es bedeutet Nähe, Wärme, euren Geruch, eure Stimme und Sicherheit.

Wenn euch Hebamme oder Kinderarzt aufgrund von Gewicht, Alter oder Entwicklung bestimmte Trinkabstände empfohlen haben, haben diese natürlich Vorrang.


Danach darf einfach ein bisschen Zeit miteinander sein

Nach dem Trinken muss nicht sofort das nächste „Programm“ beginnen.

Vielleicht bleibt euer Baby noch ein paar Minuten auf eurem Arm. Ihr könnt es aufrecht halten, ein Bäuerchen versuchen, wickeln, kuscheln oder einfach miteinander schauen.

Gerade bei einem ganz kleinen Baby kann eine Wachphase sehr kurz sein.

Und das ist vollkommen in Ordnung.

Mit den Wochen werden diese Momente von ganz alleine länger. Plötzlich hält euer Baby euren Blick, beginnt zu lächeln, entdeckt seine Hände und interessiert sich immer mehr für seine Umgebung.

Ihr müsst diese Entwicklung nicht beschleunigen. Ihr dürft sie einfach begleiten.

In meinem entwicklungsbegleitenden Babykurs schauen wir uns genau diese nächsten Entwicklungsschritte an und unterstützen die Babys mit altersgerechten Spiel- und Bewegungsanregungen.


Müdigkeit erkennen, bevor alles zu viel wird

Manchmal ist das Schwierigste nicht, ein Baby zum Schlafen zu bringen, sondern überhaupt zu erkennen, wann es schlafen möchte.

Vielleicht gähnt euer Baby. Vielleicht schaut es plötzlich weg oder ins Leere. Manche Babys werden unruhig, andere ganz still. Wieder andere beginnen zu quengeln oder bewegen Arme und Beine hektischer.

Versucht, diese ersten Zeichen wahrzunehmen.

Denn wenn ein Baby schon sehr müde ist, fällt das Einschlafen häufig schwerer. Dann braucht es vielleicht besonders viel Nähe, getragen werden, leises Schaukeln oder einfach eure Hand und eure Stimme.

Und wenn es heute nur auf eurem Arm einschläft, obwohl es gestern anders funktioniert hat, ist auch das kein Rückschritt.


Babys sind keine Uhrwerke.

Tag und Nacht dürfen sich langsam entwickeln

Gerade am Anfang scheint es manchmal, als hätte das Baby Tag und Nacht einfach vertauscht.

Das ist völlig verständlich – schliesslich muss sich dieser Rhythmus erst entwickeln.

Ihr könnt dabei sanft unterstützen: Tagsüber darf Licht ins Zimmer, ihr könnt miteinander sprechen und der normale Familienalltag darf stattfinden.

Nachts darf alles etwas ruhiger werden. Wenig Licht, wenig Unterhaltung, trinken, wickeln wenn nötig, kuscheln und wieder zur Ruhe kommen.

Nicht mit dem Anspruch, dass euer Baby dadurch sofort durchschläft. Sondern einfach als kleines Signal: Jetzt ist Nacht. Jetzt wird es ruhig.


Kleine Rituale geben Sicherheit

Auch wenn euer Baby noch sehr klein ist, kann ein wiederkehrender Ablauf am Abend wunderschön sein.

Vielleicht ist es ein warmes Bad. Vielleicht eine kleine Babymassage. Danach Schlafanzug, stillen oder Fläschchen, ein Lied und ganz viel Kuscheln.

Es muss nicht jeden Abend exakt gleich sein.

Entscheidend ist vielmehr dieses vertraute Gefühl: Das kenne ich. Mama oder Papa ist da. Ich bin sicher.

Babymassage ist deshalb auch Bestandteil meiner Kurse bei Zuerichbabies: Berührung und gemeinsame Ruhe können eine wunderschöne Möglichkeit sein, Nähe und Körperwahrnehmung zu fördern.


Und dann gibt es diese Abende …

… an denen einfach nichts funktioniert.

Das Baby hat getrunken. Die Windel ist frisch. Ihr habt getragen, geschaukelt und gekuschelt – und trotzdem ist es unruhig.

Manchmal hilft dann tatsächlich ein kleiner Wechsel: kurz nach draussen gehen, ans offene Fenster treten, ein warmes Bad oder einfach in einen anderen, ruhigeren Raum wechseln.

Und manchmal hilft auch nichts sofort.

Dann müsst ihr nicht zwangsläufig noch die nächste Methode ausprobieren. Manchmal braucht euer Baby einfach eure Nähe, während es durch seine Unruhe hindurchfindet.


Vergesst dabei euch selbst nicht 🤍

Gerade in den ersten Wochen dreht sich plötzlich alles um dieses kleine Wesen.

Und irgendwo zwischen Stillen, Fläschchen, Windeln, Wäsche und viel zu wenig Schlaf seid auch noch ihr.

Trinkt etwas. Esst etwas. Duscht. Legt euch hin, wenn es möglich ist. Und vor allem: Nehmt Hilfe an.

Ihr müsst nicht alles alleine schaffen.

Wenn ihr kurzfristig Unterstützung braucht – zum Beispiel weil ihr krank seid, einen wichtigen Termin habt oder einfach einmal Entlastung benötigt – bietet Zuerichbabies auch eine flexible Notfallbetreuung für Babys und Kinder in Zürich an.

Und erwartet nicht von euch, dass ihr nach wenigen Tagen bereits jede Art von Weinen unterscheiden könnt.

Ihr lernt euer Baby gerade erst kennen – und euer Baby lernt euch kennen.

Es wird Tage geben, an denen ihr denkt: Jetzt haben wir unseren Rhythmus gefunden.

Und am nächsten Tag ist plötzlich wieder alles anders.

Auch das gehört dazu.


Es geht nicht um einen perfekten Rhythmus und nicht darum, alles „richtig“ zu machen. Es geht darum, immer besser zu spüren, was euer Baby gerade braucht und gleichzeitig darauf zu vertrauen, dass ihr gemeinsam euren ganz eigenen Weg findet.

Trinken. Wachsein. Schlafen. Kuscheln.

Und ganz viel Zeit, um miteinander zu wachsen.

Wenn ihr euch dabei Begleitung und Austausch mit anderen Eltern wünscht, findet ihr bei Zuerichbabies verschiedene Babykurse vom Neugeborenenalter bis zu den nächsten Entwicklungsschritten.


Vanessa Löwe

Kursleiterin


Zuerichbabies


Babykurse & individuelle Begleitung für Familien in Zürich

 
 
 

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