Abstillen - was beim Stillen zählt, gilt auch beim Abstillen
- Vanessa Löwe
- 31. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
💛 Abstillen – dein Weg, euer Tempo
Was beim Stillen zählt, gilt auch beim Abstillen: Verbindung, Intuition & Vertrauen
In meinen Kursen fragen mich viele Mamas:
„Muss ich mein Baby abstillen, wenn ich wieder arbeiten gehe?“
„Wie lange ist Stillen eigentlich normal?“
„Was, wenn ich nicht mehr stillen möchte – ist das okay?“
Und meine Antwort ist immer dieselbe:
Du entscheidest. Und dein Baby zeigt dir den Weg.
Abstillen ist kein Entweder-oder.
Es ist ein Prozess – manchmal ganz sanft, manchmal in kleinen Schritten, manchmal ganz plötzlich.
Aber nie „richtig“ oder „falsch“.

🌿 Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Stillen bedeutet mehr als Nahrung.
Es ist Nähe, Regulation, Trost, Geborgenheit.
Deshalb kann der „richtige Zeitpunkt“ sehr unterschiedlich sein:
Wenn du wieder arbeitest – aber nicht abpumpen möchtest
Wenn dein Baby anfängt, sich tagsüber weniger zu melden
Wenn du spürst, du möchtest wieder mehr bei dir ankommen
Oder wenn du einfach nicht mehr stillen willst – und das ist völlig in Ordnung
Manche Mamas stillen 6 Monate.
Andere ein Jahr oder länger.
Und viele entscheiden sich für einen sanften Mittelweg.
🕊️ Teilweises Abstillen – ja, das geht!
Du musst nicht ganz aufhören, nur weil sich euer Alltag ändert.
Dein Körper kann sich wunderbar anpassen.
Stillen funktioniert auch nur:
morgens und abends
zum Einschlafen
nachts nach Bedarf
Tagsüber bei der Arbeit ist oft kein Abpumpen nötig, weil sich dein Hormonhaushalt darauf einstellt. Die Brust produziert einfach weniger – ganz automatisch.
🍼 Kann ich zum Abstillen zufüttern?
Ja, absolut! Und für viele Mamas ist das eine gute Zwischenlösung.
Zufüttern heißt nicht, dass du sofort komplett aufhören musst zu stillen. Es kann Teil eines ganz natürlichen Übergangs sein – besonders beim Teilzeitstillen.
Welche Milch ist geeignet?
Für Babys unter 12 Monaten empfiehlt sich:
Pre-Nahrung – sie ist am besten an Muttermilch angepasst und gut verträglich.
Du darfst Pre-Nahrung so lange geben, wie dein Baby sie braucht – es ist kein Wechsel auf „1er“- oder „Folgemilch“ nötig.
Wie beginne ich mit dem Zufüttern?
Ersetze eine Stillmahlzeit nach der anderen, z. B. die Mittagsstillzeit
Beobachte dein Baby: Wird es satt? Fühlt es sich wohl?
Lasse dir Zeit für die Umstellung – auch deine Brust reagiert sensibel auf Veränderungen
Viele meiner Kursteilnehmerinnen machen es so:
✨ morgens stillen
✨ tagsüber Fläschchen oder Beikost
✨ abends wieder stillen zum Einschlafen
So entsteht ein sanfter Übergang – ohne Druck, ohne Stress.
💧 Wie gelingt ein sanftes Abstillen?
Beginne mit einer Stillzeit pro Tag zu ersetzen (z. B. mittags)
Warte ein paar Tage, bis sich alles eingependelt hat
Reduziere langsam weiter – je nach Bedarf
Biete Nähe durch andere Rituale an – Kuscheln, Tragen, Vorlesen
Vertraue deinem Bauchgefühl – es kennt euch beide am besten
💬 Was, wenn dein Baby „nicht loslassen“ will?
Dann darfst du dir Zeit geben.
Oder nochmal innehalten: Möchtest du abstillen – oder möchtest du „funktionieren“?
Viele Mamas erleben das Stillen als besondere Insel im Tag – einen Moment, der nur euch gehört.
Wenn du diesen Moment noch brauchst, halte daran fest.
Wenn du ihn loslassen möchtest, mach es Schritt für Schritt.
Beides ist richtig. Beides ist Mama-Sein mit Gefühl.
🧡 Und nach dem Stillen?
Auch wenn du abgestillt hast:
Deine Verbindung bleibt.
Stillen prägt – aber es definiert nicht, ob du eine gute Mutter bist.
Du bist es.
Mit oder ohne Milch.
Mit Brust oder Flasche.
Mit Tragen, Singen, Trösten und Dasein.
Herzlich,
Vanessa von Zuerichbabies




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