Helmtherapie für Babys
- Vanessa Löwe
- 8. Juli 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Juli 2024
Helmtherapie für Babys – Wann ist sie sinnvoll und wie hilft sie?

Liebe Eltern,
wenn euer Baby eine Kopfdeformität wie Plagiozephalie (schiefe Kopfverformung) oder Brachyzephalie (abgeflachter Hinterkopf) hat, kann das eine große Sorge für euch sein. Eine mögliche Lösung ist die Helmtherapie, die sogenannte Cranio-Orthese. Diese spezielle Therapie kann helfen, Asymmetrien oder Deformitäten am Kopf zu beheben.
Wann ist eine Helmtherapie sinnvoll?
Die Helmtherapie ist besonders dann sinnvoll, wenn es deutliche Asymmetrien oder Deformitäten am Kopf eures Babys gibt, die sich durch Lagerungsänderungen allein nicht ausreichend verbessern. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn die Therapie zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat beginnt. In dieser Zeit sind die Schädelknochen noch formbar und lassen sich mit der Cranio-Orthese gut modellieren. Nach dem zwölften Lebensmonat beginnen sich die Schädelknochen zu festigen, was die Wirksamkeit der Therapie einschränken kann.
Ursachen für Kopfdeformitäten
Häufig entstehen solche Deformitäten durch eine sehr einseitige Schlafposition. Babys haben oft eine bevorzugte Seite, auf der sie schlafen, und dies kann dazu führen, dass sich der Schädel verformt. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die ihr ergreifen könnt, um dies zu verhindern oder zu behandeln, bevor eine Helmtherapie notwendig wird.
Hilfsmittel und alternative Therapien
1. Kissen mit Loch: Spezielle Kissen mit einer Vertiefung in der Mitte können helfen, den Druck gleichmäßig auf den Kopf zu verteilen und somit Verformungen vorzubeugen.
2. Osteopathie: Ein erfahrener Osteopath kann durch sanfte Manipulationen des Kopfes und des gesamten Körpers dazu beitragen, Spannungen zu lösen und eine ausgeglichene Kopfposition zu fördern.
3. Lagerungsänderungen: Regelmäßige Positionswechsel und gezielte Übungen können ebenfalls dazu beitragen, die Kopfverformung zu korrigieren.
Meine persönliche Erfahrung mit der Helmtherapie
Auch unser Baby war von einer deutlichen Kopfdeformität betroffen und musste einen Helm tragen. Die Asymmetrie war so stark, dass wir uns nach Rücksprache mit dem Kinderarzt und einem Spezialisten für die Helmtherapie entschieden haben.
Mein Kind trug den Helm von sechs bis zwölf Monaten. Anfangs hatten ich Bedenken, wie mein Baby damit zurechtkommen würde. Doch schnell stellte sich heraus, dass meine Sorgen unbegründet waren. Mein kleiner Schatz gewöhnte sich schnell an den Helm und zeigte keine Anzeichen von Unbehagen.
Die Helmtherapie war für uns ein voller Erfolg. Nach den sechs Monaten konnte man eine deutliche Verbesserung der Kopfdeformität sehen. Heute hat unser Kind einen wunderschön geformten Kopf, und wir sind sehr dankbar für die Unterstützung und die positiven Ergebnisse der Helmtherapie.
Wie funktioniert die Helmtherapie?
Der Helm, den euer Baby trägt, ist individuell angepasst und so gestaltet, dass er sanft Druck auf die vorstehenden Bereiche des Kopfes ausübt, während er den flachen oder eingesunkenen Bereichen Raum lässt, sich zu formen und zu wachsen. Regelmäßige Anpassungen durch den behandelnden Spezialisten stellen sicher, dass der Helm stets optimal sitzt und effektiv wirkt.
Fazit
Die Helmtherapie kann eine äußerst wirksame Methode sein, um Kopfdeformitäten bei Babys zu korrigieren. Wichtig ist, rechtzeitig mit der Therapie zu beginnen, idealerweise zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat. Wenn ihr den Verdacht habt, dass euer Baby eine Kopfdeformität hat, sprecht mit eurem Kinderarzt über mögliche Behandlungsoptionen.
Denkt daran: Jede Herausforderung kann gemeistert werden, und mit der richtigen Unterstützung und Therapie kann euer Baby sich gesund und normal entwickeln.
Herzliche Grüsse,
Vanessa von Zuerichbabies
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